Money doesn’t matter – Wertschöpfungsstrategien im Design

Meldung vom 21.02.2011 in der Kategorie Workshops

Freitag, 18.02.2011, ab 16 Uhr, Schlusspräsentation und Ausstellung

Im Rahmen des Urban Art Studio an der Langstrasse 65, 8004 Zürich
http://urbanartstudio.ch/

Der Master of Arts in Design versucht, den designbezogenen Wertschöpfungsbegriff zu untersuchen und neu zu formatieren. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die ökonomisch-monetäre Wertschöpfung, sondern andere, neue «Werte» die Design zu erzeugen oder transportieren vermag. Dieses Potential, Werte zu schaffen, vorhandene Werte zu betonen, Werte zu hinterfragen oder auch Werte zu verschieben, wollen wir explorieren und mit kreativen Mitteln darstellen. Wir haben Exponenten gebeten, drei exemplarische Positionen zum Design-Wertschöpfungsbegriff zu formulieren, welche je einen Workshop anbieten:

«Bills of Skills & Styles» Wertschöpfung in Jugend- & Subkultur

Der Erfindungsgeist und das unbekümmerte Ausprobieren der Jugend und Subkultur steht im Fokus des Workshops, sowie das Erkennen von Verhaltensformen und Stilen, die zum «Neuen» führen. Unter «neu» wird all das verstanden, was weder in der wissenschaftlichen, noch in der kommerziellen und medialen Welt genauer beschrieben wurde. Stichprobenartig werden wir in die Jugendkultur eintauchen und das Potenzial und den ökonomischen, sozialen und oder kulturellen Wert von Jugend und Subkultur designorientiert aufzeigen.

Leitung: Dr. Martina Kühne, Bitten Stetter und Diana Weis

Dr. Martina Kühne (GDI) ist Senior Researcher am GDI Gottlieb Duttweiler Institute und analysiert wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen sowie deren Folgen für den Einzelhandel und die Konsumgüterindustrie. www.gdi.ch

Bitten Stetter ist Diplom-Modedesignerin und Dozentin für Trends (MA), Style & Design (BA), sowie Leiterin des MA Kompetenzfeldes Ereignis an der Zürcher Hochschule der Künste und beschäftigt sich mit Moden, Styles, Inszenierung und Trends. www.bittenstetter.com

Diana Weis ist freie Autorin und seit 2006 Lehrbeauftragte der Universität Hamburg für die Fächer Modesoziologie und Ästhetik, seit 2008 Dozentin an der AMD Berlin für die Fächer Modetheorie, Kunst- und Kostümgeschichte.

«Selbstdesign» Wertschöpfung und Migration

Die Darstellung von Status und Zugehörigkeit spielt eine wichtige Rolle für den Entwurf und die Repräsentation von (kulturellen) Identitäten. Design kann dabei als ein Prozess des (Selbst-)Entwurfs, des Verdichtens und der Kommunikation von Codes verstanden werden. Formen, Objekten, Oberflächen und Zeichen helfen dabei, Zugehörigkeiten zu konstruieren und zu organisieren.

Der Workshop fokussiert darauf, wie solche Selbstdarstellungen als Wertschöpfungsstrategien im Rahmen transkultureller Identitätsbildung beobachtet und im Kontext von Design weiterentwickelt werden. Hinsichtlich der Frage, wie durch Design Anschlüsse an unterschiedliche (kulturelle) Identifikations-angebote eröffnet werden können.

Leitung: Christian Ritter und Sereina Rothenberger

Christian Ritter ist Doktorand an der Kunsthochschule für Medien KHM in Köln und Leiter des KTI Forschungsprojekts «Migration Design» am Institut für Theorie an der Zürcher Hochschule der Künste. http://migration-design.zhdk.ch

Sereina Rothenberger ist Grafikerin und hat zusammen mit David Schatz ein Grafikbüro in Zürich. Nebenbei arbeitet sie als Assistentin im Master of Arts in Design im Programm Editorial Design. hammer.to

«64+» Wertschöpfung im Alter

HOHGANT entwirft, produziert und vertreibt seit 7 Jahren eine handgestrickte Kollektion für Babys. Produziert wird die Kollektion von Frauen im Emmental, die meisten von ihnen bereits im Rentenalter, die sich alle selber bei HOHGANT gemeldet haben und für ihr Leben gerne und perfekt stricken. Auch für Gotteslohn. Das Projekt HOHGANT ist die Geschichte von den fleissig strickenden Emmentalerinnen, die meisten von ihnen gehören der Generation 64+ an.

Am Beispiel Projekt HOHGANT beschäftigt sich der Workshop mit der Frage, welche Wertschöpfung, welchen Bedarf und welche Bedürfnisse an Design Produkten und Prozessen haben Sie als junge DesignerInnen mit der Generation 64+ gemeinsam? Gibt es Unterschiede? Wenn ja, welche?

Leitung: Hannah Strøm ist ehemalige Leiterin der Fachklasse Körper & Kleid an der Schule für Gestaltung in Basel und hat vor 7 Jahren das Design-Projekt HOHGANT ins Leben gerufen. www.hohgant.ch

Aktualisiert am: 21. Februar 2011