Better Be Good

Better Be Good – Ethos und Pathos in der Kommunikation fairer Mode.
Projekttyp: Masterarbeit 2013
Studentin: Patricia Muriale
Field of Excellence: Trends
patricia.muriale@gmail.com

Welche religiösen Codes und Strategien verwendet die Faire Mode in der Verbreitung ihrer Werte?
Which religious codes and strategies does the fashion industry use to communicate its ethical values?

Die Faire Mode erteilt uns Absolution beim Kauf ethisch korrekter Produkte. Sie verhüllt ihre Versprechen (von Reinheit, Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Respekt) in einer mit religiöser Symbolik aufgeladenen Bildsprache und moralisch angereicherten Rhetorik. Die Modewelt wird in Gut und Böse unterteilt. Gerechtigkeitssinn und Gewissensbereinigung werden zum dogmatischen Reflex in einem Verheissungsdiskurs, der durch Selbstlegitimation dominiert. Die Modeindustrie verkauft uns nicht länger Bekleidung, sondern führt einen florierenden Ablasshandel mit Schuld und Sühne. Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich in ihrer Adaption durch namhafte Modehäuser. Allerdings fördert es auch eine starke Attitüdenpolarisation zwischen Ablehnung und Aburteilung, die einen starken Gegentrend zur Konsequenz hätte. Diese Forschungsarbeit soll neben der kritischen Analyse der Kommunikationsstrategien mögliche Konsequenzen für die Zukunft aufzeigen.

Mentoren: Bitten Stetter, Francis Müller, Judith Mair.

Aktualisiert am: 2. Juli 2013