Stadt statt Strand. Kreativer Umgang mit dem urbanen Raum.

Stadt statt Strand. Kreativer Umgang mit dem urbanen Raum.
Projekttyp: Masterarbeit 2013
Studentin: Laura Bruns
Field of Excellence: Ereignis
www.stadtstattstrand.de

Welche Arten von Aneignung finden sich im öffentlichen Raum und welche Taktiken und Strategien lassen sich daraus ableiten?

What types of occupation can be found in public space and which tactics and strategies can be derived from them?

Bei der Durchwanderung europäischer Großstädte lassen sich immer öfter eigenständige Bespielungen des öffentlichen Raums durch die Bürger entdecken. Kleinste Flächen wie Baumscheiben, Nischen, Gehsteige, aber auch größere Teile von Grünanlagen werden besetzt und kreativ gestaltet. Aus dieser Do-it-yourself Mentalität der Stadtbewohner resultieren alternative, authentische und lebendige Freiräume, die in Kontrast zu unserer geplanten Stadt stehen. Die Projekte sind informell, selbstgebaut, provisorisch und schaffen neue soziale Räume. Sie intervenieren temporär oder langfristig und nutzen die Gegebenheiten so, wie sie vorgefunden werden. Was hier geschieht, kann als Open Source oder Laiendesign informeller Freiräume oder als eine autonome Form von Stadtplanung gesehen werden. Die Aktivisten handeln, ohne sich an langwierige Bürokratie und Genehmigungsverfahren zu halten. Anhand von Beispielen für die bürgerinitiierte Aneignung öffentlicher Räume in Berlin, Hamburg und Zürich wurde dieses Phänomen untersucht und definiert. Entstanden sind 14 inspirierende Leitideen sowie zusätzliche Tipps und Hinweise für die kreative Aneignung, die auf einer Webseite publiziert werden. Sie sollen dazu motivieren, selbst Eingriffe ins Stadtbild zu wagen, um so den urbanen Lebensraum mitzugestalten.

Mentoren: Bitten Stetter, Francis Müller.

Aktualisiert am: 3. Juli 2013