«Ereignis»

(Das Themenfeld läuft per Sommer 2017 aus)

Leitung: Prof. Bitten Stetter | Assistenz: Larissa Holaschke

Ereignis im Kontext Design navigiert zwischen geplant und geplant ungeplant und vereint verschiedenste Gestaltungsdisziplinen und unterschiedlichste mediale Dimensionen. Es kann sowohl als temporäres, sinnliches, als auch nachhaltig eindrückliches Erlebnis Zugang zu sehr unterschiedlichen Themen schaffen. Ereignisse gewinnen innerhalb von kommerziellen und nichtkommerziellen Kommunikations- und Vermittlungsstrategien zunehmend an Bedeutung. Ereignis-Design kann auf eine breite Öffentlichkeit oder auf ein exklusives Publikum zugeschnitten sein. Es kann die Aufmerksamkeit auf unterhaltsame Art auf ein Angebot richten, kann aber auch irritierend und provozierend Stellung innerhalb gesellschaftlicher Debatten beziehen.

Die Herausforderung besteht darin, gezielt Erwartungen zu brechen und damit ein Erlebnis zu gestalten. Die Studierenden bewegen sich an gestalterischen Schnittstellen, sie untersuchen unterschiedliche Ereignis–Dimensionen, realisieren kulturelle und kommerzielle Veranstaltungen, mediale Interaktionen und künstlerische Interventionen. Das Spektrum reicht von der Gestaltung eines kreativen Strassenprotestes bis zu Messeauftritten, es umfasst politische Veranstaltungen, Ausstellungen, Performances, Guerilla- Marketing-Aktionen, Sensibilisierungskampagnen, Spektakel, Public Viewings, oder mediale Inszenierungen im öffentlichen Raum sowie im virtuellen Raum.

Die Verknüpfung und Interaktion von analogen und digitalen Mitteln, wie Blogs und Social Networks, ist Teil der Gestaltungsstrategie. Das Studium beinhaltet die kritische Analyse von Ereignissen ebenso wie historische Recherchen, dreidimensionales Storytelling und die Konzipierung und Umsetzung trendorientierter, gesellschaftsrelevanter und zukunftsweisender Szenarien und Erlebniswelten.

Im Master-Studium werden marktorientierte Events, mediale Interaktionen und künstlerische Interventionen entwickelt und realisiert. Das Studium beinhaltet die kritische Analyse von Ereignissen und die Reflektion des «Ereignis»-Begriffs ebenso wie historische Recherchen, dreidimensionales Storytelling und die Konzipierung und Umsetzung trendorientierter, gesellschaftsrelevanter, visionärer und zukunftsweisender Szenarien und Erlebnisse.

Kommerzielle Events sind ein wichtiger Bestandteil klassischer Kommunikationsformate geworden. Informationsveranstaltungen, Feste, Messen oder Aktionen können einerseits die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit auf ein Angebot richten und andererseits in ihrer szenischen und medialen Ausformulierung auf ein exklusives Publikum zugeschnitten werden. Erlebniswelten für alle Sinne repräsentieren und unterstützen Markenidentitäten.

Mediale Interaktionen sind ein weiteres Arbeitsfeld. Erst durch Medien, die sich eines Vorfalls annehmen und darüber in einer spezifischen Dramaturgie berichten, wird ein in der Öffentlichkeit wahrgenommenes Ereignis geschaffen. So können aus Vorfällen Geschichten und Mythen gestrickt werden, aus einzelnen Ereignissen durch mediale Repräsentation Events kreiert oder mit dramaturgischen Kenntnissen und medialer Vermittlung künstliche Ereignisse inszeniert werden.

Künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum sind ein drittes Arbeitsfeld Sie ermöglichen einem breiten Publikum einen direkten Zugang zu komplexen Fragestellungen. Sie können irritieren und provozieren, Themen auf ironische und lustvolle Art aufgreifen und damit Stellung innerhalb gesellschaftlicher Debatten beziehen.

Die Lehrenden zeichnen sich durch Querdenkertum und Innovationsgeist aus. Das Team besteht aus Kuratoren, Designerinnen, Provokateuren, Soziologen, Philosophen, Multimedia-Experten, Eventgestalterinnen und Kulturmanagern.

Kompetenzportfolio

Grundvoraussetzung ist eine sehr gute Design- und Kommunikationskompetenz, eine hohe Eigeninitiative und transdisziplinäres sowie visionäres Denken.

BewerberInnen sollten nach Möglichkeit berufliche Praxis im journalistischen oder gestalterischen Bereich mitbringen. Vorraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium im Bereich Design, Kommunikation, Journalismus, Kulturwissenschaften und Kulturma-nagement oder designverwandter Fächer.

Die Studienrichtung zielt darauf ab, eine professionell geschulte, schnell agierende sowie undogmatisch und trans- und interdiziplinär denkende Persönlichkeit zu fördern, die im breiten Arbeitsfeld von Design und Kommunikation bewusst und reflektiert Akzente setzen und Netzwerke generieren kann. Dies setzt Interesse und Neugier für gesellschaftliche und designorientierte Entwicklungen und Trends, Sensibilität und Orientierungsvermögen voraus.

Kollaborationen

Art and the City, Curious About, Greenpeace, ingenious switzerland, Drewes & Keretic, Cabaret Voltaire Zurich, HFK University of the Arts Bremen, UDK Berlin University of the Arts und Gewerbemuseum Winterthur.