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Auszeichnung “Die schönsten Schweizer Bücher”

Der ethnografische Bericht wird eingeleitet durch eine Fotostrecke, in welcher der Angolaner Domingos Joao Pecho Bernardo seinen Alltag portraitiert, und ergänzt durch Beobachtungen von Alltagsphänomen und von Fotografien der Designerin Bitten Stetter. Das Buch wurde nun mit dem renommierten Preis “Die schönsten Schweizer Bücher” ausgezeichnet. Die Jurierung fand bereits im Januar 2017 statt.

Etwa zehn Prozent der Angolaner_innen haben eine körperliche Behinderung, was u.a. auf die Tretminen zurückzuführen ist, die im langen Bürgerkrieg exzessiv eingesetzt wurden. Francis Müllers ethnografische Recherche in Angola zeigt, dass viele Menschen mit Behinderung in Luanda individualistische Werte haben und kreative Praktiken ausüben, auch wenn sie in bitterer Armut leben: In den Musekes – den Slums in Luanda – leben die Menschen mit Behinderung örtlich sehr kleinräumig, aber zugleich in einer hohen kulturellen Diversität. Sie sind mit anderen Weltdeutungsschemata und alternativen Lebensstilen konfrontiert, was Reflexion, Kreativität und Selbst-Design begünstigt.

Herausgeber:
Francis Müller, Zürich

Autoren:
Francis Müller, Zürich; Bitten Stetter, Hamburg (DE)

Gestaltung:
Hammer – Sereina Rothenberger, David Schatz, Zürich

Verlag:
Transcript, Bielefeld (DE)

ISBN:
978-3-8376-3480-8